fluc

2. - 22. Mai - 0-24:00 - FLUCC Billboards: COMMON ROOMS zeigt Arbeiter:innen und ihre Arbeit ? Wünsche, Träume, Hoffnungen von Susi Rogenhofer

Dienstag, 2. Mai

Montag, 1. Mai - 18:00: COMMON ROOMS zeigt Arbeiterinnen und ihre Arbeit - Wünsche, Träume, Hoffnungen* - Präsentation der Billboards und Talk von Susi Rogenhofer

Monday, May 1 - 18:00: COMMON ROOMS shows workers and their work - wishes, dreams, hopes* - presentation of the billboards and talk by Susi Rogenhofer.

externer link


//Deutsch - Text - Langversion:

2. - 22. Mai 0-24 Uhr on Display

Das Thema Arbeit und die daraus resultierenden verschiedenen Lebensrealitäten, sowie die damit verbundenen Diskurse und existierenden Doktrinen, werden in verschiedenen Medien wie Plakaten oder Projektionen verhandelt. Das Flucc dient dabei über einen längeren Zeitraum als Display, bietet einen Ort der Repräsentation und Artikulation und verwandelt sich im Zuge des Projekts in eine Art großes Flipchart.
Dabei werden v.a. die arbeitenden Menschen rund um das Grätzel des Praterstern ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. In großformatigen Billboards werden vor allem jene* ins Scheinwerferlicht gesetzt, deren Arbeit häufig nicht sichtbar ist und meist wenig soziale und monetäre Anerkennung erhält. Anders als auf Plakaten für kapitalistische Werbezwecke, steht nicht eine zu verkaufende Wareim Rampenlicht, sondern die Arbeitskraft. Damit soll darauf verwiesen werden, dass aus der Perspektive kapitalistischer Augen die Arbeitskraft primär nur als Zahl existiert, aber nicht als Mensch mit all seinen Bedürfnissen, Empfindungen und Rechten. Oftmals entsteht der Eindruck, als würden Menschen in diesem System gar nicht relevant und existent sein. Stattdessen dreht sich alles um Waren, Zahlen und Profit. In diesem Projekt, wie auch in anderen Arbeiten der Künstlerin, werden Arbeitende* aus ihrer marginalsierten Position hervorgeholt, indem diese sichtbar und deren Arbeit hörbar gemacht werden. Interviews, Fotos, Video,- und Soundaufnahmen bilden dabei die Grundlage für Arbeiten, die vorwiegend im öffentlichen Raum gezeigt werden.
Den Beginn des über mehrere Monate angelegten Projekts bilden am 1. Mai 2023 die vorwiegend mit Texten gestalteten Billboards. Auf einem von diesen wird in Kronenzeitungs-Optik der Satz “Leistung muss sich wieder lohnen” aufgegriffen. Dieser wird nicht nur vom gegenwärtigen, wirtschaftsliberalen Arbeitsminister Kocher oder dem Präsidenten der Industriellenvereinigung verwendet, sondern auch im Rahmen von Gerechtigkeitsdebatten in Bezug auf Sozialleistungen gegenüber Migrant:innen postuliert. Doch was ist mit Leistung überhaupt gemeint? Ist beispielsweise die Leistung einer migrantischen Reinigungskraft, Supermarktkassierer:in, Fabriksarbeiter:in, die maximal einen Mindestlohn erhält, weniger wert? Generell stellt sich die Frage: welche Arbeit ist was wert? Warum verdienen Personen im Managementbereich eines Großkonzerns oftmals mehr als das Hundertfache einer Pflegefachkraft oder Sozialarbeiter:in?
Fragen und Statements wie jene sollen ein kollektives und kritisches Bewusstsein gegenüber kapitalistischen Versprechungen und Glaubenssätzen hervorrufen. Das was die Mehrheit der Menschen eint, ist die Ausbeutung durch den Kapitalismus, in Form von schlechter Bezahlung und prekären Arbeitsbedingungen. Selbst wer ein Leben lang hart arbeitet, schafft kaum noch Wohlstand.
Nur Wenige haben dabei auch das Privileg, sich mit ihrer Arbeit zu identifizieren oder gar einer Arbeit nachzugehen, die sie ihren “Traumjob” nennen. Viele sind aus diesen Gründen frustriert, fühlen sich geknechtet und wählen deshalb doch lieber rechte Parteien, anstatt sich gemeinsam zu solidarisieren, zu formieren und aktiv für bessere Bedingungen zu kämpfen.


Biografie der Künstlerin:

Susi Rogenhofer geboren in Wien, studierte Kunst. Künstlerin, Musikerin, DJ (alias DJ Sweet Susie externer link), Kunstvermittlerin, im Vorstand der IG Kultur Wien.  In ihren Inszenierungen, Installationen und Soundarbeiten, die v.a. im öffentlichen Raum stattfinden und u.a. für die Wiener Festwochen realisiert wurden, beschäftigt sie sich vorwiegend mit gesellschaftlichen und ökologischen Themen, die oft partizipativ entstehen.


Koordiniert von Ursula Maria Probst. Produziert von Francesca Romana Audretsch und Nina Vobruba



//English - long version of the corresponding text:

The topic of work and the resulting different realities of life, as well as the associated discourses and existing doctrines, are negotiated in various media such as posters or projections. The Flucc serves as a display over a longer period of time, offers a place of representation and articulation and transforms into a kind of large flipchart in the course of the project.
In the process, the working people around the Praterstern district are brought into the center of attention. In large-format billboards, especially those* whose work is often not visible and usually receives little social and monetary recognition are put in the spotlight. In contrast to posters for capitalist advertising purposes, the spotlight is not on a commodity for sale, but on labor. This is to point out that, from the perspective of capitalist eyes, the labor force exists primarily only as a number, but not as a human being with all its needs, feelings and rights. Often, the impression is given that people are not relevant and do not exist in this system. Instead, everything revolves around goods, numbers and profit. In this project, as in other works of the artist, working people* are brought out of their marginalized position by making them visible and their work audible. Interviews, photos, video and sound recordings form the basis for works that are mainly shown in public space.
The project, which is scheduled to run for several months, will begin on May 1, 2023, with billboards designed primarily with text. On one of them, the phrase “Performance must be worthwhile again” is used in the look of a crown newspaper.This phrase is not only used by the current, economically liberal Minister of Labor Kocher or the President of the Federation of Austrian Industries, but is also postulated in the context of debates on fairness with regard to social benefits for migrants. But what is meant by performance in the first place? For example, is the performance of a migrant cleaner, supermarket cashier, factory worker, who receives at most a minimum wage, worth less? In general, the question arises: which work is worth what? Why do people in the management area of a large corporation often earn more than a hundred times as much as a nurse or social worker? Questions and statements like these are meant to raise a collective and critical consciousness towards capitalist promises and beliefs. What unites the majority of people is the exploitation by capitalism, in the form of poor pay and precarious working conditions. Even those who work hard all their lives hardly create any wealth. Few also have the privilege of identifying with their work or even pursuing what they call their dream job. For these reasons, many are frustrated, feel downtrodden and therefore prefer to vote for right-wing parties instead of showing solidarity, forming groups and actively fighting for better conditions.


Biography of the artist:

Susi Rogenhofer born in Vienna, studied art. Artist, musician, DJ (aka DJ Sweet Susie externer link), art mediator, on the board of IG Kultur Wien. In her productions, installations and sound works, which mainly take place in public spaces and have been realized for the Wiener Festwochen, among others, she deals primarily with social and ecological themes, which often arise in a participatory manner.


Coordinated by Ursula Maria Probst. Produced by Francesca Romana Audretsch und Nina Vobruba




zurück zurück




Susi Rogenhofer - Arbeiter*innen und ihre Arbeit - Wünsche, Träume, Hoffnungen

Susi Rogenhofer - Arbeiter*innen und ihre Arbeit - Wünsche, Träume, Hoffnungen

Susi Rogenhofer - Arbeiter*innen und ihre Arbeit - Wünsche, Träume, Hoffnungen

Susi Rogenhofer - Arbeiter*innen und ihre Arbeit - Wünsche, Träume, Hoffnungen

Susi Rogenhofer - Arbeiter*innen und ihre Arbeit - Wünsche, Träume, Hoffnungen

Susi Rogenhofer - Arbeiter*innen und ihre Arbeit - Wünsche, Träume, Hoffnungen

#21YRS_FLUCC

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Susi Rogenhofer (@susi_rogenhofer__sweet_susie)


Home Fluc programm Newsletter photos pictures images Kunst Facebook,twitter und Vimeo Mit dem Newsletter immer die aktuellsten Informationen haben! links fluc bei Facebook fluc twittert fluc bei vimeo..die aktuellen veranstaltungen als videos Kunst ist im Fluc allgegenwertig, hier gibt es aktuelle Informationen dazu Kuenstlergruppe Dynamo Photos Im Flyerarchiv koennen alle alten Flyer aus den letzten Jahren in Erinnerung gerufen werden!